Kaplan Paterno geht nun rechtlich gegen "Missbrauchsvorwürfe" vor

17. September 2004, 19:53
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Rechtsanwalt: "Auch ein Kirchenmann kann sich nicht alles gefallen lassen"

Wien - Der des sexuellen Missbrauchs von Jugendlichen verdächtigte Vorarlberger Kaplan August Paterno geht jetzt rechtlich gegen die "Verleumdungskampagne" vor. Mit der Rechtsvertretung von Paterno beauftragt wurde der Wiener Rechtsanwalt und Medienrechtler Gottfried Korn. "Auch ein Kirchenmann kann sich nicht alles gefallen lassen", so Korn.

Belastungszeuge

Anlass für die Einschaltung eines Rechtsanwaltes sei die jüngste Ausgabe des Magazin "News", in der ein - namentlich genannter - angeblicher Belastungszeuge behauptet, Paterno habe ihn vor 26 Jahren sexuell belästigt. "Mit dieser Verleumdung ist der Rubikon der Kampagne gegen Pater August Paterno endgültig überschritten", so Korn. "Das ist unterste Schublade - in jeder Hinsicht. Ich werde gegen den Urheber dieser Verleumdungskampagne mit allen zu Gebote stehenden rechtlichen Mitteln sowohl strafrechtlich als auch zivilrechtlich vorgehen."

Konkret soll es eine Ehrenbeleidigungs- und eine Unterlassungsklage gegen den Belastungszeugen geben. (APA)

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