Zukunft der Printmedien als "Kompetenz-Medienmarken"

27. September 2004, 14:02
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Klaus-Peter Schulz, CEO von OMD Germany, bei der Print Akademie des VÖZ: Elektronische Zeitschriften "kein neues Medium, sondern ein altes Medium auf einem neuen Kanal"

Printmedien werden auch in Zukunft Erfolg haben, diese Überzeugung vertrat Klaus-Peter Schulz, seit 2001 CEO der Mediaagenturgruppe OMD Germany am Donnerstag beim Symposion der Print Akademie des Verbands Österreichischer Zeitungen (VÖZ) zum Thema "Die Zukunft der Kommunikationsplanung" in Wien.

Es sei nicht die "elektronische Zeitschrift", die eine Zukunft habe, sondern das gedruckte Wort, das "den Mediensprung ins Internet geschafft hat". Elektronische Zeitschriften seien "gar kein neues Medium, sondern ein altes Medium auf einem neuen Kanal", so Schulz. Er stimme darin mit dem Medienwissenschaftler Jochen Hörisch überein, der gemeint hat: "Neue Medien haben alte noch nie verdrängt. Ja es spricht einiges dafür, dass alte Medien umso lebenslustiger sind, je älter sie sind." Printmedien müssen daher "Kompetenz-Medienmarken" sein und Verleger "Content-Händler" – "das Drucken allein", betonte Schulz, habe keine Zukunft. Papier bleibe aber "in Sachen Langlebigkeit das Archivierungsmedium Nummer 1". (red)

  • Klaus-Peter Schulz
    foto: vöz

    Klaus-Peter Schulz

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