"aspekte"-Literaturpreis an Thomas Stangl aus Wien

23. September 2004, 21:11
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Unbändiges zum Mythos Timbuktu: ZDF nennt den Roman "Der einzige Ort" das beste deutschsprachige Prosadebüt 2004

Mainz - Der "aspekte"-Literaturpreis des ZDF für das beste deutschsprachige Prosadebüt des Jahres 2004 geht an den Österreicher Thomas Stangl für seinen Roman "Der einzige Ort". Das gab das ZDF am Donnerstag in Mainz bekannt. Es lobte sein Erstlingsbuch als eine "unbändige, ausufernde Auseinandersetzung mit dem Mythos Timbuktu und den Bildern, die Europäer und Afrikaner über afrikanische Verhältnisse entwickeln". Stangl und sein preisgekröntes Buch, erschienen im Droschl Verlag Graz, werden am 7. Oktober in der "aspekte extra"-Sendung des ZDF von der Frankfurter Buchmesse vorgestellt.

Stangl wurde 1966 in Wien geboren, studierte Spanisch und Philosophie und veröffentlichte bisher in Literaturzeitschriften. Er lebt und arbeitet in Wien. Der "aspekte"-Literaturpreis wird in diesem Jahr bereits zum 26. Mal vergeben. Er ist mit 7.500 Euro dotiert und gilt als bedeutendste Auszeichnung für Erstlingswerke.

Der Jury gehören prominente Literaturkritiker aus Österreich, der Schweiz und Deutschland an: Pia Reinacher, freie Kritikerin aus der Schweiz, Anton Thuswaldner von den "Salzburger Nachrichten", Hubert Spiegel von der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", Hajo Steinert vom DeutschlandRadio Köln und Wolfgang Herles, Leiter der ZDF-Redaktion "aspekte". (APA/dpa)

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    foto: droschl verlag
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