Mobilkom Austria kritisiert tele.ring-Werbung

16. September 2004, 13:51
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"Eine moralische Grenze ist überschritten" - Unterlassungsklage eingereicht

Die tele.ring Werbung mit den "Speckmännchen" hinter Gittern ist für das Unternehmen Mobilkom Austria ethisch und moralisch bedenklich. Humorvoll dem Thema Freiheitsentzug zu begegnen ist in Zeiten von zunehmender Gewalt geschmacklos. Gespräche mit tele.ring, das Verächtlichmachen des Mitbewerbs auf dieser Basis sofort einzustellen, sind gescheitert. Daher hat Mobilkom Austria beim Wiener Handelsgericht Klage auf Unterlassung eingebracht.

"Wir begrüßen den Wettbewerb und das Anbieten von günstigen Tarifen für den Kunden. Aber nicht um den Preis, ethische und moralische Grenzen zu missachten", begründet Mag. Elisabeth Mattes, Unternehmenssprecherin von mobilkom austria, die Kritik. "Wir sind besorgt über das neue Niveau im Kampf um Kunden. Der Vergleich Mensch-Tier in einem Käfig-Zoo in der aktuellen tele.ring Kampagne ist untragbar. Die zusätzliche Assoziation eines Freiheitsentzugs, wie es in vielen Teilen der Welt leider täglich passiert, ist abzulehnen. Daher distanzieren wir uns von dieser Form, Marktanteile zu gewinnen."

Das Unternehmen mobilkom austria hat mehrmals - bereits zum Beginn der "Speckmännchen"-Kampagne vor mehr als einem Jahr - versucht, mit tele.ring Gespräche über eine Veränderung ihrer Werbung zu führen. Da die vorgetragenen Argumente aber nicht berücksichtigt sondern die Aussagen im Gegenteil noch verschärft wurden, hat mobilkom austria nun rechtliche Schritte auf Basis UWG (Unlauterer Wettbewerb) eingeleitet. Das bedeutet, dass in Werbungen keine Handlungen propagiert werden sollen, die ein Unter-nehmen und seine Produkte herabsetzen, beleidigen oder gegen die guten Sitten verstoßen.

  • Artikelbild
    foto: tele.ring
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