Erfolg mit Stammzell-Transplantation bei Leukämie

22. September 2004, 12:35
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Stammzell-Register am Wiener AKH feiert 15-jähriges Bestehen

Wien - Bei Leukämie-Erkrankungen kann eine Transplantation von Knochenmark oder von Blut-Stammzellen lebensrettend sein. Von Erfolgen auf diesem Gebiet wurde am Donnerstag in Wien aus Anlass des Jahresberichts des am Wiener AKH angesiedelten österreichischen Stammzell-Registers berichtet, das auch sein 15-jähriges Bestehen feiert. Der Hintergrund: Wenn es in der Familie des Patienten keine gewebeverträglichen Knochenmark- oder Stammzellspender gibt, muss mittels einer internationalen Suche ein passender nicht verwandter Spender unter den derzeit 9,2 weltweit registrierten Freiwilligen gefunden werden.

In Österreich sind derzeit 29.000 potenzielle Spender in Wien, 10.000 in Graz, etwa 5.000 in Linz und Wels sowie weitere rund 4.000 in Klagenfurt, Innsbruck und Salzburg in den Datenbanken. Mittlerweile hat sich die Technik stark in Richtung der Spende von aus dem Blut gefilterten "peripheren" Stammzellen statt von Knochenmark verändert. Im Zeitraum seit 1989 konnte in Österreich - mit weltweiter Suche - für bereits 70 Prozent der Patienten ein Stammzell-Spender gefunden werden. Im Jahr 2003 waren es bereits 75 Prozent. Das hat auch die Wartezeiten verkürzt: Anfang der neunziger Jahre waren es zumeist mehrere Monate, vergangenes Jahr nur noch durchschnittlich zweieinhalb Monate. (APA)

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