Filmfestival Toronto: Tumult um "Die Kunst eine Katze zu töten"

20. September 2004, 20:15
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Tierschützer gegen Dokumentation zu einem "Snuff-Video"

Toronto - Die Vorführung eines Dokumentarfilms über die brutale Misshandlung und Tötung einer Katze hat beim Internationalen Filmfestival im kanadischen Toronto zu Protesten und einer Festnahme geführt. Wie der US-Sender "Court-TV" am Mittwoch berichtete, demonstrierten über hundert Tierschützer am Dienstagabend anlässlich der Weltpremiere des Films "Kasuistik: Die Kunst eine Katze zu töten".

Ein kanadischer Dokumentarfilmer untersucht darin die Motive dreier Jugendlicher, die eine Katze vor laufender Kamera zu Tode quälten. Der Kanadier Jesse Power, einer der drei Hobbyfilmer, wurde nach Angaben von "Court-TV" nach einem Wortwechsel mit Demonstranten wegen Ruhestörung vorübergehend festgenommen.

Der Kunststudent Power und zwei Freunde zeichneten 2001 in ihrem 17-minütigem "Snuff-Video" die andauernde Misshandlung, Häutung und Tötung der Katze auf. Sie wurden später wegen Tierquälerei angeklagt und zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Während des Prozesses verteidigten sie das Video als Kunstprojekt, mit dem sie auf die Misshandlung von Schlachttieren aufmerksam machen wollten. (APA/dpa)

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