Sicherheit bei Geldanlage für Österreicher wichtiger denn je

30. September 2004, 13:33
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Bausparvertrag mit neuem Höchstwert - Auch spekulative Anlageformen geben wieder Lebenszeichen von sich

Linz - Das Streben nach Sicherheit bei der Geldanlage hat einen neuen Höchstwert erreicht. Die Österreicher setzen stärker als jemals zuvor auf Bausparvertrag, Lebensversicherung, Sparbuch und Immobilien.

Spekulative Anlageformen lassen dennoch wieder Lebenszeichen erkennen. Das geht aus einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes "Spectra" hervor, deren Ergebnisse am Donnerstag veröffentlicht wurden.

Vor allem Junge wollen Sicherheit

"Spectra" führte im August persönliche Interviews mit einem repräsentativen Querschnitt von 1.000 Österreichern durch. Dabei stellte sich heraus, dass der Wunsch nach einer sicheren Geldanlage vor allem bei der jüngeren Bevölkerung, insbesondere den 15- bis 29-Jährigen, im Vordergrund steht.

Gleichzeitig sind die Befragten aber auch unschlüssiger als je zuvor, wo sie ihr Geld am besten investieren. Dies drückt sich laut "Spectra" darin aus, dass derzeit mehr Geldanlagen als günstig eingestuft werden als bei früheren Erhebungen.

Immobilien und Lebensversicherungen in der Gunst gestiegen

Ungeachtet dessen befinden sich das sichere Anlegen klar im Aufwind: Mit einem Plus von zwölf bzw. neun Prozentpunkten seit der letzten Umfrage im März 2003 sind Grundstücke und Immobilien bzw. Lebensversicherungen in der Gunst der Österreicher am deutlichsten angestiegen.

Einen neuen Höchstwert erzielt der Bausparvertrag, der von 59 Prozent der Bevölkerung derzeit als beste Anlageform angesehen wird, gefolgt von der Lebensversicherung mit 42 Prozent und dem Sparbuch mit 40 Prozent. Diese ausgeprägte Vorliebe sei in Anbetracht der niedrigen Zinsen mehr als erstaunlich, so das Institut, das die Devise "Was man hat, das hat man" als Grund dafür vermutet.

Kaufkräftige riskieren mehr

Spekulative Geldanlagen geben allerdings auch wieder ein Lebenszeichen von sich. Die Meinung, dass Fonds eine durchaus attraktive Anlageform darstellen, ist von 16 Prozent im Vorjahr auf 24 Prozent angestiegen. Hinter diesem positivem Votum stehen vor allem Personen, die über eine hohe Kaufkraft verfügen.

Die Aktie als spekulatives Papier konnte das Vertrauen noch nicht zurückgewinnen. Bei einem Anstieg von zehn auf zwölf Prozent scheint die Talsohle aber überwunden. Nicht erholt hat sich hingegen Gold: Es ist als interessante Anlageform in der Gunst der Österreicher sogar von 15 auf elf Prozent gefallen. (APA)

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