Infineon bekennt sich der Preisabsprache für schuldig

29. September 2004, 12:32
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Münchner Chipkonzern akzeptiert Bußgeld von 160 Millionen Dollar

Washington - Der Münchener Chipkonzern Infineon hat sich dem US-Justizministerium zufolge der Preisabsprache bei Speicherchips mit anderen Anbietern der Branche für schuldig bekannt und ein Bußgeld von 160 Millionen Dollar (130,7 Mill. Euro) akzeptiert.

Infineon habe die Verabredung mit anderen Wettbewerbern bei der Absprache der Preise für Speicherchips (Dynamic Random Access Memory - DRAM) zugegeben, teilte das Ministerium am Mittwoch in Washington mit.

Einigung

Das Unternehmen sprach von einer Einigung mit der Anti-Trust-Abteilung des Justizministeriums. Dabei habe sich Infineon in einem einzigen und begrenzten Anklagepunkt schuldig bekannt, der die Verletzung von Kartellrecht bei der Preisbildung für DRAM-Chips zwischen Juli 1999 und Juni 2002 betreffe.

Die Strafe werde voll von den Rückstellungen des Unternehmens im 3. Quartal gedeckt, teilte das Unternehmen am Mittwochabend mit. Das "Fehlverhalten" sei auf bestimmte OEM-Kunden begrenzt gewesen. Mit den meisten sei bereits eine Einigung erzielt, hieß es in der Infineon-Mitteilung. (APA/Reuters)

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