Dichand weist Vorwurf der Verleumdung zurück

27. September 2004, 14:09
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Hat Verbindung von Einbrüchen in sein Büro und WAZ "niemals behauptet", ist aber "zutiefst betroffen" über Überwachung

"Krone"-Chef Hans Dichand hat am Mittwoch Verleumdungsvorwürfe der WAZ (Westdeutsche Allgemeine Zeitung) zurückgewiesen. Wohl sei in seine Räumlichkeiten im Pressehaus in der Muthgasse eingebrochen worden, bestätigte seine Rechtsvertreterin, Huberta Gheneff-Fürst, gegenüber der APA. "Mein Mandant hat jedoch niemals behauptet, dass eine Verbindung zwischen der bereits angezeigten Person und der WAZ bestehe."

Dichand "und seine gesamte Familie" seien aber über die "von der WAZ gewählte Vorgangsweise, ein Familienmitglied und eine Liegenschaft der Familie wochenlang nahezu lückenlos per Video zu überwachen, zutiefst betroffen". Diese Vorgangsweise werde "nicht ohne rechtliche Konsequenzen bleiben".

Den Rücktritt von WAZ-Geschäftsführer Erich Schumann aus den Gremien von "Kronen Zeitung" und Mediaprint nehme Dichand "zur Kenntnis", so Gheneff-Fürst weiter. "Einer Bestellung von Herrn Bodo Hombach wird mein Mandant nicht zustimmen, da wichtige Gründe (etwa obige Vorgangsweise, welche auch von Herrn Hombach zu verantworten ist) dagegen sprechen".

Die Info-Illustrierte "News" weiß indes in ihrer morgen erscheinenden Ausgabe Details über die Einbrüche in Dichands Büro zu berichten. Demnach habe sich der Nachtportier einer angemieteten Sicherheitsfirma als der Eindringling entpuppt, der aber "eisern" über mögliche Auftraggeber schweige. (APA)

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