Behörden-Korruption nimmt "gefährliche" Ausmaße an

16. September 2004, 20:37
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Generalstaatsanwalt: 22.000 Fälle in sechs Monaten

Moskau - Die Korruption in russischen Behörden hat nach Justizangaben ein ernst zu nehmendes Ausmaß angenommen. "Die Situation bekommt einen gefährlichen Charakter", sagte der russische Generalstaatsanwalt Wladimir Ustinow am Mittwoch in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Interfax und der Tageszeitung "Rossiskaja Gaseta".

Eine Untersuchung der Staatsanwaltschaft habe in verschiedenen Staatsbehörden rund 22.000 Korruptionsfälle in nur sechs Monaten ans Licht gebracht. Fast alle Beamten hätten einen Nebenjob und nutzten ihre Position für "andere Aktivitäten", sagte Ustinow weiter. Die Regierung sei deshalb dabei, die Gesetzgebung gegen die Korruption zu verschärfen. (APA)

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