Südafrikas Polizei verbietet "Drag-Queens" bei Schwulen-Parade

16. September 2004, 14:24
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Beamte argumentieren mit Vermummungsverbot, die eine eindeutige Identifizierung erschweren

Johannesburg - Südafrikas Polizei hat landesweit mit einem Verbot von kostumierten "Drag Queens" bei einer Schwulen-Parade für Unverständnis und Gespött gesorgt. Die Behörden hatten nach Medienberichten vom Mittwoch mit dem Vermummungsverbot argumentiert. Demnach sei es bei Versammlungen nicht erlaubt, Verkleidungen, Masken oder ähnliche Kleidungsstücke zu tragen, die eine eindeutige Identifizierung erschweren.

Ein Sprecher der Polizei schloss ausdrücklich Drag Queens ein, da sie neben Stöckelschuhen auch besonders schrille Perücken und sehr viel Make-up benutzten. Bei einer Teilnahme drohe ihnen die Festnahme, betonte ein Polizeisprecher. Die Organisatoren der für den 25. September in Johannesburg geplanten Gay Pride-Parade wollen sich jedoch nicht einschüchtern lassen. Sie kündigten rechtliche Schritte für den Fall einer Festnahme an. (APA)

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