Traiskirchner Bürgermeister Knotzer unterstützt Plank-Vorschlag nach Aufteilung

16. September 2004, 18:58
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Landesrat will sich Problematik "schleunigst annehmen"

Traiskirchen - Den Vorschlag des NÖ Landesrates Josef Plank (V), dass jede österreichische Gemeinde eine Flüchtlingsfamilie aufnehmen solle, unterstützt nun auch Traiskirchens Bürgermeister Fritz Knotzer (S). Plank habe zugesagt, sich des Problems der Überbelegung des Flüchtlingslagers "schleunigst anzunehmen". Doch Knotzer bleibt vorsichtig: "Die Frage wird aber sein, ob es wieder einmal bei leeren Ankündigungen bleibt. Innenminister Strasser kennt diese Situation seit Jahren und ändert nichts daran."

"Es ist positiv zu bewerten, dass Landesrat Plank am Montag meiner Einladung gefolgt ist, sich einmal vor Ort ein Bild über die Situation in unserer Stadt und im Speziellen über die Verhältnisse im Flüchtlingslager zu machen", so Knotzer am Mittwoch. Dabei habe Knotzer darauf bestanden, Plank abseits der geplanten Besucherroute auch das tatsächliche Lagerleben zu zeigen: "Ich habe ihn in die Massenquartiere geführt, wo in mehreren Zimmern über 40 Stockbetten stehen und 80 bis 90 Menschen untergebracht sind."

Anscheinend dürfte der Eindruck "dieser menschenverachtenden Unterbringung doch ein nachhaltiges Erlebnis" für Plank gewesen sein, ist Knotzer überzeugt. "Seine Unterstützung unserer Forderung nach einer gerechten Aufteilung von Asylwerbern ist sicherlich begrüßenswert." (APA)

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