Miba konnte deutlich zulegen

29. September 2004, 13:06
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Umsatz und Ergebnis gestiegen - Von Konjunkturerholung auf allen Abnehmermärkten profitiert - Positives Gesamtjahr erwartet

Linz - Das börsenotierte Zulieferunternehmen Miba AG mit der Zentrale in Laakirchen (Bez. Gmunden) in Oberösterreich konnte in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2004/05 (per 31. Juli) deutlich zulegen: Der Gruppenumsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund zehn Prozent von 151,7 Mio. auf 166,6 Mio. Euro, das Ergebnis gewöhnlicher Geschäftstätigkeit (EGT) erhöhte sich von 12,6 Mio. auf 15,9 Mio. Euro. Man habe von der Konjunkturerholung, die sich quer durch alle Abnehmermärkte des Unternehmens ziehe, profitiert, teilte Miba in einer Presseaussendung am Mittwoch mit.

Investitionen und Mitarbeiterzahl gestiegen

Der Cash-Flow aus dem operativen Bereich wuchs im ersten Halbjahr von 18,7 Mio. auf 20,0 Mio. Euro. Die Investitionen stiegen von 7,8 Mio. auf 10,0 Mio. Euro. Die Mitarbeiterzahl erhöhte sich von 2.542 auf 2.577, der Auftragsstand von 121,2 Mio. auf 130,3 Mio. Euro (per 31. Juli).

Die kräftigsten Nachfrageimpulse seien aus Fernost gekommen, erklärte Miba in der aktuellen Aktionärsinformation, aber auch in Europa mache sich ein Anziehen der Nachfrage bemerkbar. Belastend hingegen seien der zum Vorjahr gegenüber dem US-Dollar gestiegene Euro-Wechselkurs und die angespannte Lage auf den Rohstoffmärkten.

Gute Entwicklung beim Auftragseingang

Der Auftragseingang der Miba Sinter Group sei den ersten sechs Monaten 2004/05 deutlich über den Erwartungen gelegen, der Umsatz stieg um acht Prozent. Mit Wirkung von 31. Juli wurde der Standort in Turin an den bisherigen Geschäftsführer der Merisinter verkauft. Das Werk sei laut Miba auf die Produktion von Kleinteilen und -serien spezialisiert, der strategische Fokus der Sinter Group liege aber auf Großserien und komplexen Teilen für die europäische Automobilindustrie.

Auch die Miba Bearing Group konnte beim Umsatz im ersten Halbjahr um acht Prozent zulegen. Sie habe von einer starken Nachfrage quer durch alle Abnehmermärkte - vom Lokomotiv- und Schiffsbau bis hin zu Nutzfahrzeugen und Kraftwerken - profitiert, so das Unternehmen. In China habe man einen Großauftrag des wichtigsten Nutzfahrzeugherstellers an Land ziehen können.

Optimistisch für das gesamte Geschäftsjahr

Die Miba Friction Group steigerte den Umsatz um sieben Prozent gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode. Besonders stark sei die Nachfrage nach Kupplungsbelägen für Lkw und Traktoren sowie nach Reibbelägen für Baumaschinen gewesen. Zum Wachstum beigetragen hätten auch Anläufe neuer Geschäfte im automotiven Bereich.

Aus heutiger Sicht sei man optimistisch, dass sich die positive Entwicklung auch in der zweiten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres fortsetzen werde, so die Miba-Gruppe. Man gehe derzeit davon aus, dass die angekündigte Umsatzsteigerung von fünf Prozent übertroffen werden könne und sich das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr verbessern werde. Unsicherheiten stellten allerdings die weitere Entwicklung des Öl- und Stahlpreises sowie des Dollarkurses dar, erklärte das Unternehmen. (APA)

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