ASTRAnet bringt Breitbandinternet via Satellit

18. Oktober 2004, 10:43
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Einwahl weiter benötigt - Herunterladen wird schneller - Kein Downloadlimit - Ab etwa 19 Euro pro Monat

Rund 400.000 Haushalte oder eine Million Menschen haben in Österreich derzeit keinen Zugang zu Breitbandinternet über TV-Kabel, ADSL oder WLAN und müssen sich mit den langsamen Einwahllösungen zufrieden geben. Für Regionen abseits der gut ausgebauten Ballungszentren bietet ASTRAnet mit "Internet via Satellit" nun eine Alternative an, bei der zumindest der Download beschleunigt wird.

Download

Nicht nur die Zahl der Internetnutzer steigt ständig, auch die Nutzung selbst wird, den Daten des Austrian Internet Monitors zufolge, intensiviert. Knapp 60 Prozent der angeschlossenen User gehen fast täglich ins Web und obwohl E-Mail der meistgenutzte Dienst ist, wird das Herunterladen von digitalen Inhalten wie Musik, Videos oder Software immer beliebter.

Ausrüstung und zweiter Provider

Um "Internet via Satellit" nutzen zu können, muss man den PC über ein Satellitenmodem mit einer handelsüblichen TV-Satellitenschüssel mit digitalem vierfach LNB (Low Noise Block Converter) verbinden. Die Übertragung der Daten vom Satelliten zum PC erfolgt laut ASTRAnet mit bis zu 1.024 Kbit/s (1 Mbit/s). Die vom PC in das Internet fließenden Daten werden über das in das Satellitenmodem integrierte Analog- oder ISDN-Modem wie bisher über die Telefonleitung übertragen. Dafür muss natürlich ein zweiter Provider samt den dazugehörigen Kosten vorhanden sein.

Tarife

ASTRAnet bietet verschiedene Tarife für unterschiedliche Surfgeschwindigkeiten an. Preislich starten die Angebote bei etwa 19 Euro, wobei diese von der Zahlungsart, der Dauer der Vertragsbindung und der gewünschten Downloadgeschwindigkeit abhängig sind. Für 69 Euro offeriert ASTRAnet zusätzlich ein "Starter Kit", welches bis auf die Satellitenschüssel die notwendige Hard- und die Software beinhaltet.

Aggressiv

Das Unternehmen sieht sich selbst als Nischenanbieter und peilt einen Markt von etwa einer Million Personen bzw. 400.000 Haushalten an. Für die ersten sechs Monaten hat sich das Unternehmen als Ziel etwa 2.000 Benutzer gesetzt, für das kommende Jahr sollen die Benutzerzahlen auf unter 10.000 anwachsen. Dazu will man aggressiv den heimischen Markt betreten.

Jedes Betriebssystem

Der Service kann - so das Unternehmen - mit beinahe jedem Internet-Service- Provider und unter jedem Betriebssystem betrieben werden und ist auch netzwerkfähig. Über einen WLAN-Accesspoint kann man ASTRAnet auch drahtlos nutzen. Ein Downloadlimit existiert nicht, das Unternehmen behält sich aber das Recht vor, die Geschwindigkeit der Verbindung zu drosseln. (APA)

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