Demonstration für entführte Italienerinnen in Bagdad

16. September 2004, 08:05
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Hunderte Menschen plädierten auf den Straßen für Freilassung der beiden Freiwilligen

Rom/Bagdad - Hunderte von Menschen haben sich am Mittwochvormittag in Bagdad an einer Solidaritätskundgebung für die beiden im Irak entführten Italienerinnen, Simona Torretta und Simona Pari, beteiligt. Die Demonstranten versammelten sich in der Nähe des Hotel Palestine, in der Nähe des Büros der NGO "Eine Brücke für..." (Un ponte per), für die die beiden italienischen Freiwilligen arbeiteten, berichtete Italiens öffentlich-rechtliche TV-Anstalt RAI am Mittwoch.

Die Kundgebung wurde von einem Komitee organisiert, an dem sich mehrere in Irak aktiven NGOs beteiligen. An der Demonstration nahmen Schiiten, Christen, Menschen mit Behinderung sowie zahlreiche andere teil. "Wir fordern die sofortige Freilassung der Entführten", betonten die Demonstranten.

Die für eine Hilfsorganisation arbeitenden Italienerinnen waren zusammen mit zwei irakischen Mitarbeitern vor acht Tagen aus ihrem Büro im Zentrum von Bagdad verschleppt worden. In einer Internet-Botschaft hatte am Sonntagvormittag eine Gruppe namens Islamischer Jihad die Verantwortung für die Entführung übernommen und Rom in einem 24-stündigen Ultimatum zum vollständigen Abzug seiner Truppen aus dem Irak aufgefordert. Ein Ultimatum der Gruppe "Ansar al Zawahiri", die sich ebenfalls zu der Geiselnahme bekannte, war am Wochenende abgelaufen. (APA)

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