Bludenzer Jurist führt dreitägige Hungeraktion durch

17. September 2004, 11:09
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Andreas Schuschnig widmet den ersten Tag den Themen Verkehr, Umwelt und Gesundheit, den zweiten der Politikerverantwortung

Bregenz - Als "Aufruf und Appell" plant der Bludenzer Jurist Andreas Schuschnig (42) von Donnerstag bis Samstag "aus Anlass der Vorarlberger Landtagswahlen" eine dreitägige Hungeraktion. Angesichts der Umweltsituation und der Dringlichkeit, Lösungen für die sozialen Entwicklungen in den vergangenen zwei Jahrzehnten zu finden, erscheine ihm eine "Tat des Aufzeigens und Anregens unausweichlich", gab Schuschnig am Mittwoch in einer Aussendung bekannt.

Der gebürtige Grazer wird sich am Donnerstag gegen 9.00 Uhr mit einem Wohnmobil auf den Seestadtparkplatz in Bregenz stellen und dort bis Samstag, 17.00 Uhr, stehen bleiben. Mit einer Leuchttafel am Fahrzeug wird Schuschnig die Passanten auf seine Anliegen aufmerksam machen, auf die Leute aber nicht aktiv zugehen. "Es soll eine relativ stille Aktion sein", sagte Schuschnig gegenüber der APA. Drei Tage ohne Nahrung auszukommen schätzt er als unproblematisch ein. "Aus privaten Gründen habe ich schon einmal sieben Tage gehungert." Am Sonntag werde er "selbstverständlich" wählen gehen.

Mit seiner Aktion wolle er sowohl die "zu unbewusst" Konsumierenden als auch die "zu bewusst" Regierenden aufrütteln, sagte Schuschnig. "Ich habe Hunger nach einer rücksichtsvollen und umsichtigen Gesellschaft, die sich nicht durch eine einseitige und kurzsichtige Wirtschaftslastigkeit zersetzen lässt", so der Jurist. Außerdem habe er auch Hunger nach einer seriösen, im Dienste des Volkes stehenden Gestaltung der Gegenwart und der Zukunft. Dieser Hunger werde von einer Vielzahl Vorarlberger Mitbürger geteilt.

Schuschnig, der sich als "Anwalt des Verstandes und Verteidiger der Menschlichkeit" versteht, ordnet jedem der drei Hungertage ein Thema zu. Der erste Tag soll Verkehr, Umwelt und Gesundheit gewidmet sein, der zweite im Zeichen der Politikerverantwortung stehen. Nachdem Schuschnig von Politikern auch "angemessene Solidaritätshandlungen" verlangt, geht es am dritten Tag um den "Solidaritätsbeitrag der Politiker". (APA)

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