Ephraim Kishon bekennt sich zum Ehebruch

21. September 2004, 11:57
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Der Mensch sei mit diesem "unwiderstehlichem sexuellen Drang ausgestattet"

München - Der Schriftsteller Ephraim Kishon hat seinen Ehebrecher-Roman "Der Glückspilz" aus Rücksicht auf seine Ehefrau bewusst erst nach deren Tod geschrieben. Zwar habe er die Geschichte eines Ehebrechers zuvor bereits 60 Jahre lang selbst gelebt - "jedoch mehr oder weniger heimlich", gestand der 80-Jährige dem Magazin "Playboy". "Hätte ich es früher, zu Lebzeiten von Sara, der besten Ehefrau von allen, zu Papier gebracht, hätte ich sie beleidigt oder gekränkt", erklärte Kishon.

Ohnehin hält der Erfolgsautor die Ehe für "keine göttliche Erfindung", weil der Mensch mit einem "unwiderstehlichen sexuellen Drang ausgestattet" sei. Das hat den betagten Schriftsteller indes nicht abgehalten, jüngst noch einmal eine Doktorin der Philosophie zu heiraten. "Sie könnte ein bisschen jünger sein", meinte Kishon mit Blick auf Lisa. "Aber jetzt muss ich damit leben, dass sie nur 32 Jahre jünger ist. Man kann nicht alles haben."(APA)

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