Kolumbien: 40.000 Indigenas versammeln sich zu Protest

19. September 2004, 16:35
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Gegen Angriffe und Freihandelsabkommen

Santander de Quilichao - Auf der größten Protestversammlung in der Geschichte der kolumbianischen Indigenas haben am Dienstag (Ortszeit) rund 40.000 Menschen gegen Angriffe auf ihre Bevölkerungsgruppe und gegen ein Freihandelsabkommen mit den USA protestiert. Mit ihren traditionellen schwarzen Hüten und Ponchos versammelten sich die Indianer in der Ortschaft Santander de Quilichao im Südwesten Kolumbiens und begannen mit einem Marsch auf Cali, die 50 Kilometer entfernt gelegene drittgrößte Stadt des Landes.

"Wir demonstrieren gegen den Krieg und gegen die Angriffe auf unsere Menschenrechte, egal von wem sie kommen", sagte der Präsident der Vereinigung der kolumbianischen Indianer, Luis Evelis Andrade. Seit 40 Jahren herrscht in Kolumbien Krieg. Das von den USA unterstütze kolumbianische Militär und rechte Milizen kämpfen dabei gegen linke Guerillagruppen. Betroffen sind davon aber oft unbeteiligte Zivilisten und Indianer, die zwischen die Fronten geraten. Rund 3.500 Menschen werden jedes Jahr in diesem Krieg getötet. Nach Angaben der Indianer wurden allein dieses Jahr bislang 57 Indianer getötet und 4.500 zur Flucht gezwungen. Zwei Prozent der Kolumbianer sind Indianer. (APA/AP)

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    40.000 Indigenas versammeln sich zu Protest gegen Freihandelsabkommen mit den USA

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