Novell will öffentliche Verwaltungen von Linux überzeugen

24. September 2004, 14:36
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"Government Solutions" sollen Migration auf das Open Source Betriebssystem erleichtern

Im Rahmen der Brainshare Barcelona hat Novell auch eine neue Strategie präsentiert, mit der öffentlichen Verwaltungen zum Umstieg auf Linux verlockt werden sollen. Die Novell Government Solutions beinhalten ein Policy-basiertes Bürgerportal und ein Set von Tools, die die Migration auf das Open Source-Betriebssystem erleichtern sollen.

Erfahrungen

Bei der Entwicklung dieser Tools seien die eigenen Erfahrungen mit dem Umstieg auf Linux entscheidend gewesen, so Wendy Steinle, Marketingdirektorin bei Novell, im Gespräch mit dem Webstandard. Man sieht sich selbst für die Anforderungen von öffentlichen Verwaltungen gut aufgestellt, schon in der Vergangenheit hat Novell eine starke Position in diesem Markt, diese soll nun ausgebaut werden.

Boom

Ein Grund für die große Relevanz des Themas für den Konzern sei, dass es kaum ein Marktsegment gibt, dass momentan so boomt, wie der „Government“-Bereich. Zusätzlich gibt es ein starkes Interesse von öffentlichen Verwaltungen an Alternativen zu Microsoft, dabei seien auch die Sicherheitsprobleme von Windows ein treibendes Moment, gerade Regierungen müssten ein starkes Vertrauen in die verwendeten Produkte haben.

alles aus einer Hand

Als Vorteil der eigenen Angebote sieht man vor allem auch, dass man alles aus einer Hand anbieten könne. Trotzdem will man die eigenen KundInnen aber nicht dazu zwingen nur Produkte von Novell einzusetzen, schließlich wird die Wahlmöglichkeit – zum Beispiel eine andere Distribution als Basis zu verwenden – groß geschrieben.

Nachbesserungsbedarf

Auch ist sich die Firma klar, dass es in gewissen Bereichen noch Nachbesserungsbedarf gebe, so Steinle weiter, so sei der Desktop-Bereich noch nicht für alle – wenn auch für immer mehr - AnwenderInnen eine hundertprozentige Alternative. Der kommende Novell Linux Desktop soll aber einen deutlichen Schritt in diese Richtung darstellen. (Andreas Proschofsky aus Barcelona)

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