Spanien: Verletzte bei Demonstration von Werftarbeitern

15. September 2004, 09:29
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Straßenschlachten mit der Polizei - Gewerkschaft fürchtet Jobabbau wegen Privatisierung

Madrid - Mehrere tausend Schiffbauer haben am Dienstag in ganz Spanien für den Erhalt des angeschlagenen staatlichen Werftenverbunds Izar demonstriert. In Cadiz, im Süden des Landes, kam es nach Rundfunkberichten zu Straßenschlachten mit der Polizei, nachdem Arbeiter die Zufahrtsstraßen zu der Hafenstadt mit Barrikaden aus brennenden Reifen blockiert hatten. Mindestens sieben Demonstranten und zwei Polizisten seien verletzt worden, hieß es. Die Gewerkschaften hatten die rund 11.000 Izar-Beschäftigten am Dienstag zu einem zweistündigen Streik aufgerufen.a

Die sozialistische Regierung hat zwar versprochen, den Konzern zu retten, aber noch keine Alternative zu dem in der vergangenen Woche von der Staatsholding Sepi angekündigten Sanierungsplan vorgelegt. Dieser sieht vor, den Werftenverbund mit seinen zehn Standorten aufzuteilen. Die bisher rentable militärische Sparte soll weiter vom Staat kontrolliert, der defizitäre zivile Bereich dagegen privatisiert werden. Die Gewerkschaften befürchten, dass tausende Arbeitsplätze verloren gehen, falls der Konzern zerschlagen wird. (APA/dpa)

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