Früherer Infineon-Chef Schumacher wird Esmertec-Verwaltungsrat

21. September 2004, 10:16
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Schweizer Softwareanbieter prüft Börsegang

Der ehemalige Chef des deutschen Chipherstellers Infineon Ulrich Schumacher wird in den Verwaltungsrat des Schweizer Software-Anbieters Esmertec eintreten. "Wir freuen uns sehr, dass er (Schumacher) uns mit Hilfe seiner geschäftlichen und technologischen Erfahrung bei der Planung des künftigen Kurses von Esmertec unterstützt", sagte Esmertec-Chef Alain Blaincquart. Schumacher war im März überraschend bei Infineon zurückgetreten. Nach Schweizer Recht übernimmt ein Verwaltungsrat im Gegensatz zum deutschen Aufsichtsrat auch operative Kompetenzen.

Börsengang

Esmertec hält sich seit einigen Monaten die Option eines Börsengangs offen. Esmertec entwickelt auf Basis der vom amerikanischen IT-Konzern Sun stammenden Programmiersprache Java Anwendungen. Java-Programme laufen unabhängig von Unterschieden in der Hardware auf unterschiedlichen Computern, Mobiltelefonen und anderen digitalen Geräten. Derzeit erzielt die Firma 90 Prozent ihres Umsatzes von 19 Mio. Euro im Jahr 2003 mit Kunden aus der Handy-Branche.

Gründung 1999

Die 1999 von Absolventen der ETH Zürich gegründete Esmertec wird nach früheren Angaben hauptsächlich von den Beteiligungsgesellschaften Partners Group, Earlybird Venture Capital und Sofinnova Partners finanziert.(APA/Reuters)

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