Südafrika: 106 Häftlinge trotz Abschaffung der Todesstrafe in Todeszellen

17. September 2004, 11:34
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Acht Jahre nach Gesetzesänderung - Panafrikanischer Kongress: "Psychologische Folter"

Johannesburg - Acht Jahre nach Abschaffung der Todesstrafe in Südafrika sitzen dort noch immer 106 Gefangene in Todeszellen. Nach Angaben der Zeitung "Sowetan" (Dienstag-Ausgabe) haben mehrere Oppositionsparteien die Regierung aufgefordert, die Strafe der zum Tode Verurteilten endlich in lebenslängliche Haftstrafen umzuwandeln.

"Es ist psychologische Folter und verursacht Qualen bei den Insassen und ihren Angehörigen", erklärte der stellvertretende Vorsitzende des Panafrikanistischen Kongresses (PAC), Themba Godi. Er rief die Regierung auf, alle Einrichtungen, die mit der Todesstrafe in Verbindung standen, endlich abzuschaffen. (APA/dpa)

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