20 tschetschenische Bauarbeiter unter Terrorverdacht festgenommen

15. September 2004, 18:43
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Männer renovierten Schulen bei Moskau - Drei Polizisten in Tschetschenien getötet

Moskau - Knapp zwei Wochen nach dem Geiseldrama von Beslan ist eine Gruppe Tschetschenen festgenommen worden, die in diesem Sommer Schulgebäude bei Moskau renoviert haben soll. Radio Moskau berichtete am Dienstag unter Berufung auf den regionalen Sicherheitschef Nikolai Burkow, etwa 20 Männer seien am internationalen Flughafen Scheremetjewo nahe der russischen Hauptstadt aufgegriffen worden.

Medien berichteten, die Geiselnehmer von Beslan hätten Sprengstoff und Waffen in die Schule geschmuggelt, bevor sie dort am Mittwoch vor zwei Wochen etwa 1.200 Kinder, Eltern und Lehrer in ihre Gewalt brachten. Dies soll während Bauarbeiten geschehen sein.

Anschlag auf Kadyrow nach Stadion-Renovierung

Es wäre nicht das erste Mal, dass tschetschenische Rebellen Renovierungen für die Vorbereitung eines Anschlags nutzen. Der tschetschenische Präsident Achmad Kadyrow wurde im Mai von einer Bombe getötet, die beim Umbau des Stadions von Grosny unter der Ehrentribüne versteckt worden war.

Bei einem Angriff Aufständischer in Südtschetschenien wurden unterdessen drei Bereitschaftspolizisten getötet und vier weitere verwundet. Die Rebellen setzten während des Überfalls auf die Polizeiwache in Noschai-Jurt am Montagabend Raketenwerfer ein, wie die Nachrichtenagenturen Interfax und ITAR-Tass berichteten. (APA/AP)

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