Hintergrund: Die schwersten Anschläge

15. September 2004, 19:55
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Zuletzt schweres Bombenattentat vor Polizeiwache in Bagdad mit mindestens 47 Toten

Frankfurt am Main - Aufständische im Irak setzen ihre Anschläge unvermindert fort. Ziel sind dabei immer wieder Einrichtungen der Sicherheitskräfte. Im Folgenden eine Chronologie der folgenschwersten Anschläge seit Sommer vergangenen Jahres.

2003:
29. August: Mehr als 85 Menschen werden bei der Explosion einer Autobombe vor einer schiitischen Moschee in der Stadt Najaf getötet. Zu den Opfern gehört Ayatollah Mohammed Bakr al Hakim.

27. Oktober: Bei vier Selbstmordanschlägen auf die Zentrale des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) in Bagdad sowie auf vier Polizeiwachen kommen 40 Menschen ums Leben.

12. November: Ein mit Sprengstoff beladener Lastwagen explodiert vor dem Gebäude der italienischen Polizei in Nassiriya. Unter den 33 Toten sind auch 19 Italiener.

2004:
18. Jänner: Vor der Zentrale der US-Zivilverwaltung in Bagdad kommen bei einem Autobombenanschlag mindestens 31 Menschen ums Leben.

1. Februar: Bei einem Doppelanschlag auf zwei kurdische Parteibüros kommen in der nordirakischen Stadt Erbil (Arbil) 109 Menschen ums Leben.

10. Februar: Vor einer Polizeiwache in der südlich von Bagdad gelegenen Stadt Iskandariya werden bei einem Autobombenanschlag mindestens 53 Menschen getötet.

11. Februar: Bei der Explosion einer Autobombe vor einem Rekrutierungszentrum der Armee in der Innenstadt von Bagdad kommen 47 Iraker ums Leben.

2. März: Bei mehreren zeitlich koordinierten Anschlägen auf heilige Stätten der Schiiten werden in Bagdad und Kerbala mindestens 181 Menschen getötet.

21. April: Fünf Selbstmordattentaten vor Polizeieinrichtungen in Basra fallen 74 Menschen zum Opfer.

17. Juni: Ein mit Artilleriegranaten beladener Geländewagen explodiert vor einem Rekrutierungsbüro der irakischen Streitkräfte. Mindestens 35 Menschen werden getötet und 138 verletzt.

28. Juli: Ein Selbstmordattentäter bringt vor einer Polizeiwache in der irakischen Stadt Bakuba ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug zur Explosion. 68 Menschen kommen ums Leben.

4. September: Ein Selbstmordattentäter sprengt sich vor der Polizeiakademie in Kirkuk in seinem Auto in die Luft, als hunderte Polizeischüler das Gebäude nach Unterrichtsende verlassen. 20 Menschen werden getötet und 36 verletzt.

14. September: Vor einer Polizeiwache in Bagdad detoniert eine Autobombe. Mindestens 47 Menschen werden getötet, 114 weitere verletzt.

(APA/AP)

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