Deutsche Konjunkturerwartungen im September weiter gesunken

30. September 2004, 14:35
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Hohe Ölpreise und uneinheitliche US-Wirtschaftsdaten beunruhigen Wirtschaft

Mannheim - Die Aussichten auf eine Konjunkturerholung in Deutschland haben sich im September weiter eingetrübt und sich deutlicher als von Finanzmarktexperten erwartet verschlechtert.

Nach der am Dienstag in Mannheim veröffentlichten monatlichen Umfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) ist der Index der Konjunkturerwartungen von 45,3 Punkten im Vormonat auf 38,4 Punkte zurückgegangen. Analysten hatten nur einen Rückgang des Indikators auf 45 Zähler prognostiziert.

Weltwirtschaft verliert an Dynamik

Als Grund für die weitere Eintrübung der Konjunkturaussichten nannten die Experten die Erwartung einer nachlassenden weltwirtschaftlichen Dynamik. Für Beunruhigung sorgten vor allem die weiterhin hohen Ölpreise und "uneinheitliche Wirtschaftsdaten aus den USA". Impulse von der deutschen Binnennachfrage seien bisher noch nicht absehbar, erklärte das ZEW.

Der Indikator für die Konjunkturentwicklung in der Euro-Zone schwächte sich auf 44,7 von 52,0 Punkten ab. Die aktuelle Wirtschaftslage in Deutschland bewerteten die Experten dagegen erneut etwas weniger pessimistisch als bisher, der entsprechende Indikator legte auf minus 61,5 von minus 65,2 Punkten zu.

Das ZEW befragt jeden Monat gut 300 Analysten und institutionelle Analeger zu ihren mittelfristigen Konjunkturerwartungen. Der Saldo gibt die Differenz der positiven und negativen Einschätzungen für die Wirtschaftsentwicklung auf Sicht von sechs Monaten wieder. (APA/dpa/Reuters)

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