Trotz Entbündelung von Wien - Inode plant keine Preisschlacht

18. Oktober 2004, 10:43
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Provider zählt rund 55.000 Kunden und überlegt Gang an die Börse

Der Wiener Internet-Anbieter Inode hat ganz Wien entbündelt. "Als erster alternativer Netzbetreibe", wie Inode-Geschäftsführer Michael Gredenberg (Bild) vor Jounalisten am Dienstag betonte.

"Wir wollen den Markt nicht vernichten."

Somit können Wiener Inode-Kunden ohne Telekom-Anschluss das Breitbandnternet-Angebot von Inode nutzen. Über die eigene Infrastruktur des Providers.

Der billigste Zugang "xDSL@home Next Generation 1024x128" kostet 39 Euro im Monat. Eine Preisschlacht mit anderen Providern ist nicht geplant. Gredenberg: "Wir wollen den Markt nicht vernichten."

55.000 Kunden

Derzeit habe man rund 55.000 Kunden, davon nutzen 42.100 Breitband-Anschlüsse. Insgesamt wurden bisher 120 Wählämter in 35 Orten entbündelt.

�Besonders erfreulich ist der enorme Zuwachs an Kunden mit entbündeltem Breitbandinternet. Hier verzeichnen wir eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr um 76 Prozent.Allein in Wien zählen wir 8.500 �entbündelte� xDSL Kunden", so Gredenberg.

Mehr Umsatz und Mitarbeiter

Bis Ende Juni 2004 hat Inode mit 16,6 Mio. Euro Umsatz bereits 75 Prozent des gesamten Vorjahresumsatzes erreicht. Gestiegen ist auch die Zahl der Mitarbeiter. Sie lag mit Ende Juni 2004 bei 282, Ende 2003 waren es noch 199. Den künfigen Fokus will man verstärkt auf Geschäftskunden legen.

Ausland und Börse

Nun will das Wiener Unternehmen in Liechtenstein und Tschechien wachsen. In Fürstentum stünden die Bauarbeiten in den vier Wählämtern bereits kurz vor dem Abschluss, in Tschechien würden noch die rechtlichen Voraussetzungen für einen kommerziellen Betrieb fehlen.

Auch den Gang an die Börse hält Gredenberg für möglich. Und zwar im Laufe der kommenden drei Jahre. (red)

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    foto: standard.at/sum
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