Manpower-Studie ortet leichte Entspannung

30. September 2004, 15:07
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Niederösterreich und Burgenland verlieren, Wien und Tirol legen zu - "Kredit- und Versicherungswesen" sowie "Immobilien" mit Plus

Wien - Österreichs Unternehmen blicken wieder etwas optimistischer in die Zukunft. Laut dem aktuellen Beschäftigungsausblick des Personaldienstleisters Manpower rechnen 11 Prozent der 750 befragten Firmen mit zusätzlichen Mitarbeitereinstellungen, 7 Prozent befürchten Kündigungen und 81 Prozent erwarten eine Stagnation für das 4. Quartal 2004. Dieser Aufschwung sei umso erfreulicher, da das 4. Quartal als traditionell deutlich schwächer als das 3. Quartal gilt, so Manpower am Montag in einer Pressemitteilung.

Tirol und Wien plus neun Prozent

Bis auf Niederösterreich (minus 3 Prozent) und Burgenland (minus 1 Prozent) sollen alle anderen Bundesländer wachsende Beschäftigtenzahlen aufweisen. Am meisten zulegen können demnach Tirol und Wien, für beide Bundesländer wird ein Plus von 9 Prozent prognostiziert. Aufgeschlüsselt auf Branchen werden sechs von zehn Sektoren zusätzliches Personal einstellen, drei werden Mitarbeiter kündigen, ein Sektor bleibt stabil, erklärte Manpower. Am meisten zulegen werden "Kredit- und Versicherungswesen" sowie "Immobilien" (14 Prozent) gefolgt von "Energieversorgung" (9 Prozent). Ein Minus müssen demnach "Bergbau- und Rohstoffgewinnung" (minus 16 Prozent) sowie "Gastronomie und Hotellerie" (minus 4 Prozent) und "Bauwesen" (minus 2 Prozent) verschmerzen.

Europaweiter Rückgang

Europaweit rechnen die Unternehmen in Deutschland und Italien mit einem leichten Rückgang der Beschäftigung, während Großbritannien auf einen kräftigen Beschäftigungsschub hofft. Zum Vorquartal haben sich allerdings nur zwei Länder gesteigert: Österreich und Deutschland. Unternehmen in Übersee sehen die Arbeitsmarktlage laut Manpower "deutlich rosiger", nur in Kanada sind die Firmenlenker etwas vorsichtiger geworden. (APA)

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