Muster berief erwartetes Quartett gegen Großbritannien ein

21. September 2004, 13:36
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Mit Melzer, Koubek, Peya und Knowle gegen ein britisches Aufgebot ohne Überraschungen

Wien - Thomas Muster berief bei seiner Premiere als Daviscup-Kapitän gegen Großbritannien wie erwartet das Quartett Jürgen Melzer, Stefan Koubek, Alexander Peya und Julian Knowle ins Team. Damit vertraut die frühere Nummer eins der Tennis-Welt vom 24. bis 26. September in der Werzer Arena in Pörtschach im Weltgruppen-Play-off-Duell mit Tim Henman und Co. jener Mannschaft, die im Vorjahr Finnland (St. Anton) und Belgien (Pörtschach) jeweils 3:2 bezwang und Anfang Februar dieses Jahres in Uncasville gegen die USA mit 0:5 verlor.

Als Sparringpartner hat Muster, der am Dienstag seinen Kader offiziell der ITF bekannt gegeben hat, den Oberösterreicher Daniel Köllerer nach Kärnten eingeladen. "Die Resultate der einberufenen Spieler in den vergangenen Monaten sprechen für sich. Die Mannschaft hat sich von selbst aufgestellt. Es besteht kein Zweifel daran, dass wir mit dem stärksten Team gegen die Briten antreten werden", meinte Muster, der sich auf keine Zahlenspiele über die Erfolgsaussichten der heimischen Daviscupper einlassen wollte.

"Großbritannien kommt mit Tim Henman mit der Nummer vier der Welt nach Österreich. Aber der Daviscup hat eigene Gesetze, da gibt es keinen Favoriten. Ich verlange von meinen Spielern eine professionelle Einstellung. Wenn sie für Österreich auf dem Platz stehen, muss jeder von ihnen bis zum Umfallen kämpfen." Schon am Samstag beginnt das ÖTV-Team in Pörtschach mit der Vorbereitung. Muster: "Wir konzentrieren uns auf uns selbst, nicht auf den Gegner."

Die Gäste nomminierten neben den Routiniers Tim Henman (Nr. 4 der ATP Entry List) und Greg Rusedski (90) die Nachwuchskräfte Alex Bogdanovic (192) und Junioren-US-Open-Sieger Andrew Murray (415). Während Henman heuer bei den Grand-Slam-Turnieren in Paris und New York jeweils das Halbfinale erreicht hat, verlor Newport-Sieger Rusedski in diesem Jahr alle seine vier Turniermatches auf Sand (Bermuda, San Remo, St. Pölten, Paris). Der 20-jährige Bogdanovic triumphierte im vergangenen Juli auf Rasen beim Challenger in Manchester, während der erst 17-jährige Schotte Andrew Murray in der Vorwoche den Juniorenbewerb der US Open gewann und im August zwei Future-Turniere auf Sand in Italien und Spanien für sich entschied.(APA)

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