Nigerianischer Botschafter kritisiert Medien in Österreich

18. September 2004, 16:56
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Biodun Owoseni beklagt "unwahre, tendenziöse und böswillige" Berichterstattung

Der neue nigerianische Botschafter in Österreich, Biodun Owoseni, hat am Montag die "negative Berichterstattung" österreichischer Tageszeitungen über sein Heimatland kritisiert. Die Medienberichte über Nigeria seien einseitig und würden ein schlechtes Licht auf das afrikanische Land werfen, erklärte Owoseni, der am vergangen Donnerstag sein Beglaubigungsschreiben an Bundespräsident Fischer überreicht hatte, in einer Aussendung. Insbesondere der "Kronen Zeitung" warf Owoseni - ohne nähere inhaltliche Angaben - vor, "grob unwahr, tendenziös und böswillig" zu berichten. Die große Mehrheit der Nigerianer in Österreich seien gesetzestreue und in den Arbeitsprozess integrierte Bürger, lediglich eine sehr kleine Gruppe von Asylwerbern sei in Ermangelung einer Arbeitserlaubnis in den Drogenhandel abgerutscht. Der Eindruck die Nigerianer wären die "Drogenmafia", sei daher falsch und durch nichts zu rechtfertigen, sagte Owoseni. Die Ursache für die negativen Medienberichte sieht der nigerianische Botschafter vor allem in der Unkenntnis über sein Land. "Kein österreichischer Journalist hat jemals die nigerianische Botschaft besucht und sich nach der offizielle Position Nigerias zu den berichteten Themen erkundigt", erklärte Owoseni. "Die Medien haben keinerlei Anstrengung unternommen, um eine ausgewogene Berichterstattung zu gewährleisten." (APA)
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