Neue Foltervorwürfe gegen US-Soldaten

15. September 2004, 13:01
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Häftlinge in Mosul wurden u.a. geschlagen und "lauter westlicher Musik" ausgesetzt

London - Gegen US-Soldaten im Irak gibt es nach einem Bericht der britischen Zeitung "The Guardian" neue Foltervorwürfe. Wie das Blatt in seiner Dienstagausgabe berichtete, sollen amerikanische Soldaten in der nordirakischen Stadt Mossul routinemäßig Gefangene gefoltert und misshandelt haben.

Die Inhaftierten sollen geschlagen worden sein. Auch hätten sie sich nackt ausziehen müssen und es wurde mit sexueller Misshandlung gedroht. Zudem seien sie lauter westlicher Musik ausgesetzt gewesen, heißt es in Erklärungen, die dem Blatt bekannt seien.

Anwälte, die die Vorwürfe untersuchten, hätten das amerikanische und das britische Verteidigungsministerium um Aufklärung gebeten. Bisher lägen zwei Erklärungen von Irakern aus Mossul vor, andere würden erwartet.

Die Folter von Irakern im Bagdader Gefängnis Abu Ghraib hatte weltweit Empörung hervorgerufen. Auch gegen britische Soldaten in Basra im Süden des Landes waren Foltervorwürfe erhoben worden. (APA/dpa)

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