Türkei droht USA mit Ende der Zusammenarbeit

14. September 2004, 19:01
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Angriffe auf türkischstämmige Bewohner im Norden des Iraks erregen Ankara

Ankara - Die Türkei hat den USA am Montag mit dem Ende der Zusammenarbeit im Irak gedroht, wenn die Angriffe auf türkischstämmige Bewohner im Norden des Irak weiter anhielten. Die US-Streitkräfte haben in der Stadt Tal Afar im Nordirak eine Offensive gestartet, weil sie dort zahlreiche Aufständische vermuten. Die irakische Regierung hat keine Kontrolle über die Stadt. Medienberichten aus dem Gebiet zufolge wurden etliche Einwohner bei den Angriffen getötet, tausende mussten fliehen.

Zivilbevölkerung betroffen

Der türkische Außenminister Abdullah Gül sagte am Montag, der habe US-Außenminister Colin Powell erklärt, dass das, was im Nordirak geschehe, die Zivilbevölkerung treffe, dass es falsch sei und dass, wenn es fortgesetzt werde, die Türkei nicht länger mit den USA in der Irak-Frage zusammenarbeiten werde. Und es werde auch nicht bei den Worten bleiben, sagte Gül. "Wir haben nie davor zurückgeschreckt, das zu tun, was notwendig ist." Hunderte türkische Lastwagen bringen jeden Tag Nachschub für die US-Truppen in den Irak. (APA/AP)

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