Dieselfilter: Körberlgeld für Finanzminister

20. September 2004, 12:59
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Wien - Sollte ein Bonus-Malus-System für Dieselpartikelfilter in Österreich eingeführt werden, würde dem Finanzminister dadurch ein Körberlgeld von 13 Millionen Euro im nächsten Jahr zufallen. Dies hat die Kraftfahrerorganisation ARBÖ errechnet.

Der ARBÖ begrüßt prinzipiell einen Bonus für Autos mit Partikelfilter, lehnt jedoch eine Malus-Regelung über eine höhere Normverbrauchsabgabe (NoVA) ab, heißt es in einer Aussendung am Montag. Umweltminister Josef Pröll hat in der Vorwoche Pläne zu einer Prämierung oder Bestrafung von Filtern mittels der Zulassungsabgabe NoVA ab 2005 vorgestellt. Der Bonus sollte 300 Euro für Autos mit Partikelfilter betragen.

Der ARBÖ hat nun errechnet, dass, bei einem Anteil von 20 Prozent Diesel-Pkw mit Partikelfilter und ähnlichen Zulassungszahlen wie im Vorjahr, 43.000 Zulassungsbesitzer mit einem Bonus belohnt würden. Jedoch rund 171.600 Dieselfahrer müssten "Strafe" zahlen.

Der Finanzminister müsste durch den Bonus zwar auf rund 13 Mio. Euro verzichten, bekäme über den Malus aber knapp 26 Mio. Euro herein. Im ersten Halbjahr 2004 waren 7,1 Prozent aller neu zugelassenen Diesel-Pkw (8383 von 117.965) mit Partikelfilter ausgestattet. (szem/DER STANDARD Printausgabe, 14.09.2004)

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