Hintergrund: Gerüchte seit Jänner 2003

21. September 2004, 14:16
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Verkaufsgerüchte um Palmers gibt es nicht erst seit Jänner 2003, als der Streit innerhalb der Eigentümerfamilien mit viel Getöse in die Öffentlichkeit getragen wurde. Doch erst danach kochten sie wieder auf.

Nachdem klar geworden war, dass die Aktionäre nicht mehr miteinander können, wurde zunächst über eine Realteilung des Palmers-Reiches - inklusive Immobilienbesitzes - verhandelt.

Auch dabei machten Spekulationen die Runde, eine davon war, dass auch Rudolf Humer, Zehn-Prozent-Aktionär und langjähriger Spitzenmanager im Konzern, das Wäschegeschäft haben wolle. Doch die Teilung kam nicht vom Fleck, Anfang Herbst 2003 wurde die Trennung abgeblasen.

Paul Tanos, Ex-Wienerberger-Vorstand und von der Familie Palmers als Organisator einer Restrukturierung eingesetzt, verkaufte daraufhin alles, was nicht Kerngeschäft war: das Gerngross-Gebäude an den deutschen Deka-Fonds (Dezember 2003), Don Gil an Burani (Feber 2004), Braun & Co an H&M (März 2004), das Kaufhaus Tyrol an Immofina (April 2004).

Dass für das Kerngeschäft ein Partner aus der Branche gesucht werde, gab Tanos im April 2004 offiziell bekannt. Im Mai sagte er, dass eine Mehrheitsübernahme möglich sei. Der jetzige Deal mit Finanzierungsgesellschaften wurde aber angeblich gegen Tanos' Willen abgeschlossen. (szem/DER STANDARD Printausgabe, 14.09.2004)

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