Israel tötet drei Mitglieder der Al-Aksa-Brigaden

15. September 2004, 13:18
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Raketenangriff in Jenin - Vergeltungsdrohung

Jerusalem - Mit einem gezielten Luftangriff hat Israel am Montag im Westjordanland drei palästinensische Aktivisten getötet. Wie palästinensische Sicherheitskräfte mitteilten, feuerte ein Kampfhubschrauber in Jenin eine Rakete auf das Auto von Mahmud Abu Halifa, einem führenden Vertreter der Al-Aksa-Märtyrerbrigaden.

Ein Augenzeuge in Jenin sagte, er habe eine laute Explosion gehört und gesehen, wie das Auto völlig ausbrannte. "Leute in der Gegend zogen drei Leichen aus dem Wagen", sagte Hassan Jara weiter. Die Al-Aksa-Brigaden stehen der Fatah-Bewegung des palästinensischen Präsidenten Yasser Arafat nahe. Israel ist in den vergangenen vier Jahren immer wieder mit gezielten Tötungen gegen mutmaßliche Extremisten vorgegangen. Die Regierung bezeichnet dies als Selbstverteidigung, international wird diese Praxis verurteilt.

Die Al-Aksa-Brigaden drohten unterdessen mit einem Vergeltungsanschlag "in Tel Aviv" binnen 24 Stunden. Die israelische Armee bestätigte den Angriff zunächst nicht. Bei den getöteten Extremisten handelt es sich den Angaben zufolge um drei 25 bis 28 Jahre alte Mitglieder der El-Aksa-Brigaden. Zwei von ihnen seien Ende August einem israelischen Hubschrauberangriff entgangen. (APA/AP)

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