Heute: Titelverteidiger steigt ein

14. September 2004, 23:36
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Porto erwartet ZSKA Moskau - Arsenal nimmt nächsten Anlauf auf den Titel - Chelsea bei PSG, AC Milan bei Schachtjor, Bremen bei Inter Mailand

Wien - Die erste Runde in der Gruppenphase der Fußball-Champions-League 2004/05 wird am Dienstag gleich vom Titelverteidiger sowie einigen aussichtsreichen Titelanwärtern eröffnet. Überraschungs-Triumphator FC Porto empfängt in Gruppe H ZSKA Moskau, im Parallelspiel tritt die Millionentruppe von Chelsea in Paris gegen Saint-Germain an. Der englische Meister Arsenal ist in Gruppe E im Heimspiel gegen PSV Eindhoven Favorit, in Gruppe F stehen AC Milan gegen Schachtjor Donezk und FC Barcelona gegen Celtic Glasgow unangenehme Auswärtspartien bevor.

Larsson wieder im Celtic Park

Im Celtic Park wird der Auftritt des schwedischen Goalgetters Henrik Larsson, der im Sommer von den Schotten zu den Katalanen gewechselt war, mit Spannung erwartet. Barca-Coach Frank Rijkaard darf aller Voraussicht nach wieder auf den Einsatz des brasilianischen Weltmeisters Ronaldinho zählen, der die ersten beiden Meisterschaftspartien wegen einer Knöchelverletzung versäumt hat.

Während Barca mit zwei Siegen in zwei Spielen optimal in die neue Saison gestartet ist, erreichte Milan zum Auftakt vor eigenem Publikum gegen Aufsteiger Livorno nur ein 2:2. Trainer Carlo Ancelotti hatte im Hinblick auf den Ukraine-Ausflug unter anderem Andrea Pirlo, Filippo Inzaghi und Alessandro Nesta geschont.

Porto vor dem Neubeginn

Alles an Bord ist beim Titelverteidiger Porto, der jedoch nach dem Verkauf zahlreicher Schlüsselspieler sowie dem Abgang von Erfolgscoach Jose Mourinho vor einem Neubeginn steht. Mourinho ging ebenso wie die Verteidiger Ricardo Carvalho und Paulo Ferreira zum Londoner Klub Chelsea, der seit der Amtsübernahme des russischen Öl-Milliardärs Roman Abramowitsch 210 Mio. Pfund (307 Mio. Euro) für neue Spieler ausgegeben hat.

Mourinho betont dennoch, dass viel Geld nicht gleichzeitig viele Titel bedeutet. "Natürlich können wir die Champions League gewinnen, aber genauso kann es passieren, dass wir früh ausscheiden. Es ist alles möglich, weil es mehr K.o.-Spiele gibt", meinte der Portugiese.

Chelseas Stadtrivale Arsenal bricht zwar in der Premier League alle Rekorde, in der Meisterklasse war bisher jedoch immer spätestens im Viertelfinale Endstation. "Das ist die einzige Trophäe, die wir noch nicht gewonnen haben. Wenn wir Eintrag in die Fußball-Geschichtsbücher finden wollen, müssen wir den Champions-League-Titel holen", forderte Klub-Direktor Danny Fiszman vor dem Heimspiel gegen Eindhoven. Das zweite Gruppen-Match bestreiten Panathinaikos und Rosenborg.

Inter Mailand vs. Werder Bremen

In Gruppe G lautet der Schlager Inter Mailand - Werder Bremen. In der zweiten Partie empfängt UEFA-Cup-Sieger Valencia Außenseiter RSC Anderlecht.

An alle 32 Champions-League-Teams werden rund 430 Mio. Euro ausgeschüttet, die sich jeweils zur Hälfte aus Prämien und Geld aus dem TV-Pool zusammensetzen. 3,7 Mio. Euro hat jeder Klub als Antrittsgeld bereits sicher, jeder Sieg in den Gruppenspielen bringt weitere 330.000 Euro. Im Maximalfall kann der Sieger gut 17,5 Mio. Euro nur an Prämien gewinnen.

Nur für den jeweiligen Gruppenletzten ist die internationale Saison bereits am 8. Dezember beendet. Die beiden Gruppenersten ziehen ins Achtelfinale ein, die jeweiligen Dritten dürfen im UEFA-Cup weiterspielen. Gemäß ihres Koeffizienten in der UEFA-Rangliste sind nur Spanien (Valencia, Barcelona, Real Madrid, Deportivo La Coruna), England (Arsenal, Chelsea, Manchester United, GAK-Bezwinger Liverpool) und Italien (AC Milan, AS Roma, Juventus Turin, Inter Mailand) mit jeweils vier Teams vertreten.(APA/dpa/Reuters)

  • Valencia-Trainer Ranieri stimmt seine Mannschaft auf den Auftakt gegen Anderlecht ein.

    Valencia-Trainer Ranieri stimmt seine Mannschaft auf den Auftakt gegen Anderlecht ein.

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