Amnesty darf nach Darfur

13. September 2004, 19:59
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UNO beklagt weiter angespannte Lage

Khartum/Nairobi - Zum ersten Mal seit Ausbruch des Darfur-Konfliktes will die sudanesische Regierung eine Delegation der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (ai) in die Krisenregion reisen lassen. "Wir haben uns sechs, sieben Monate lang um die Genehmigung bemüht", sagte eine Sprecherin am Montag. Amnesty-Generalsekretärin Irene Khan wird am Dienstag in Darfur erwartet. Es sei zu befürchten, dass sie in den Flüchtlingslagern nicht ausreichend Zeit bekämen, sagte die Sprecherin.

Die sudanesische Regierung hat in den vergangenen Monaten durch bürokratische Hürden den Zugang nach Darfur faktisch eingeschränkt. Auch zahlreiche Journalisten in Nairobi kritisieren, dass sie Schwierigkeiten haben, ein Visum zu bekommen.

Zwischenfälle

Unterdessen beklagen die Vereinten Nationen, dass die Sicherheitslage in der Region weiterhin angespannt sei. Innerhalb einer Woche sei es zu mindestens sechs ernsthaften Zwischenfällen gekommen, heißt es in einem am Montag veröffentlichten Lagebericht. Es gebe zudem weiterhin neue Fälle von Hepatitis E und Hirnhautentzündung.

Die im nigerianischen Abuja begonnen Friedensgespräche zwischen der sudanesischen Regierung und den Darfur-Rebellengruppen sollen am Dienstag wieder aufgenommen werden. (APA/dpa)

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