Linz will 2009 Graz nacheifern

19. September 2004, 19:30
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Mit Slogan "Linz - Labor der Zukunft" will man als einziger österreichischer Bewerber punkten

Wien - Die Unterlagen zur Bewerbung für Linz als "Europäische Kulturhauptstadt 2009" übergaben heute, Montag, der Linzer Bürgermeister Franz Dobusch (S), Landeshauptmann Josef Pühringer (V) und Vizebürgermeister Erich Watzl (V) im Bundeskanzleramt an Kunststaatssekretär Franz Morak (V). Linz ist der einzige Bewerber aus Österreich, das im Jahr 2009 eine der zwei Kulturhauptstädte stellen wird. Die Einreichfrist endet am 15. September. "Linz - Labor der Zukunft" ist der Slogan, mit der die Stadt als europäische Kulturhauptstadt antreten will.

Bis Jahresende müssen die Unterlagen in Brüssel eingereicht werden, mit einer Entscheidung ist im Mai 2005 zu rechnen. Für das Budget von schätzungsweise 60 bis 70 Mio. Euro rechnet die Stadt Linz mit der Unterstützung durch das Land Oberösterreich und den Bund.

115 Seiten umfassende Bewerbung

115 Seiten umfasst das zweiteilige Bewerbungspapier, das auf dem Linzer Kulturentwicklungsplan aufgebaut ist. Neben dem inhaltlichen Konzept gibt es auch ein Strukturkonzept, das ein Kuratorium, ein Ehrenkomitee sowie eine "Linz 2009 GmbH" zur Planung und Durchführung des Projekts vorsieht.

Starke Veränderungen

"Wie keine andere österreichische Stadt hat sich Linz in den vergangenen 30 Jahren verändert, von der Stadt der reinen Arbeit zur Stadt der Arbeit und Kultur," formulierte Dobusch. Nach Wien habe Linz von den Landeshauptstädten die meisten kulturellen Veranstaltungen im Jahr. Ars Electronica, Linzer Klangwolke, das Brucknerhaus und das StifterHaus werden als Beispiele der Entwicklung von der Stahlstadt zur Kulturstadt in dem Katalog zur Bewerbung hervorgehoben, auch ein kurzes Video wurde bereits produziert.

Auch Innsbruck und Salzburg waren im Rennen um den Kulturhauptstadt-Status gewesen, hatten sich aber beide selber wieder aus selbigem genommen. (APA)

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