Finish im Kampf um Präsidentenamt

19. September 2004, 19:06
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Vorwürfe an Amtsinhaberin Megawati, Armut und Arbeitslosigkeit nicht genügend bekämpft zu haben

Jakarta/Singapur - Die indonesischen Stimmberechtigten werden am 20. September in einer Stichwahl ihr neues Staatsoberhaupt bestimmen. Die beiden Kandidaten für das Amt sind die bisherige Staatspräsidentin Megawati Sukarnoputri (57) und der frühere Sicherheitsminister Susilo Bambang Yudhoyono (54).

Keiner der ursprünglich fünf Kandidaten erreichte im ersten Wahlgang am 5. Juli die absolute Mehrheit. Der Ex-General Yudhoyono erzielte mit 33,6 Prozent der insgesamt 118,6 Millionen gültigen Stimmen das beste Ergebnis, gefolgt von Megawati, die auf 26,6 Prozent kam.

Sympathien und Vorwürfe

Susilo hatte vor allem durch sein staatsmännisches Auftreten und ein detailliertes Wirtschaftsprogramm Sympathien bei den Wählern des bevölkerungsmäßig viertgrößten Landes der Erde gewinnen können. Megawati, die Tochter von Republikgründer Sukarno, kämpfte hingegen mit Vorwürfen, dass sie die Bedürfnisse der Wirtschaft sowie die Bekämpfung von Armut und Arbeitslosigkeit vernachlässigt habe. Sie ist seit 2001 an der Staatsspitze, nachdem ihr Vorgänger Abdurrahman Wahid wegen Unfähigkeit aus dem Amt gedrängt worden war.

Im April musste die Partei Megawatis, die Demokratische Partei des Kampfes (PDI-P) eine herbe Schlappe einstecken. Die ehemalige Einheitspartei des Regimes von Diktator Suharto, Golkar, gewann mit einem Stimmenanteil von 21.6 Prozent die Parlamentswahlen. Die PDI-P kam nur auf 18,5 Prozent. (APA/dpa)

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