Austria Wien im Hoch

17. September 2004, 13:52
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Vier Siege in Serie ohne Gegentor - Meister GAK fiel nach 0:1 vom ersten auf dritten Tabellen­platz zurück - Schachner: "Clevere Austria"

Wien - Ein Sieg, drei Remis, eine Niederlage, Rang sechs mit sechs Zählern Rückstand auf Meister GAK. So lautete in der T-Mobile-Fuball-Bundesliga die magere Bilanz der Wiener Austria nach fünf Runden. Doch seit dem 2:2 im Heimspiel gegen Aufsteiger Wacker Tirol, in dem die Violetten zuletzt Gegentore kassierten, und dem nach diesem Match von Frank Stronach verkündeten Engagement von Otto Baric als Berater läuft es optimal.

Erster Verfolger von Rapid

9:0 in Bregenz, 2:0 gegen Salzburg, 3:0 gegen Mariupol und nun ein 1:0 in Graz gegen den Champion, womit die Austria nach der achten Runde Rapid zum neuen Tabellenführer machte und sich selbst mit zwei Zählern Rückstand vor dem punktegleichen GAK zum ersten Verfolger des Lokalrivalen machte. Das ist wahrlich eine Bilanz, die sich sehen lassen kann.

Die 10.121 Zuschauer in Graz sahen am Sonntag allerdings lange Zeit einen ausgeglichenen Kampf, der durch das neunte Saisontor des Goalgetters Sigurd Rushfeldt zu Gunsten der Gäste entschieden wurde. Aus der Sicht von Austria-Manager Günter Kronsteiner hatte es "75 Minuten eine Patt-Stellung" gegeben, wobei er von den Grazern nach dem 1:0 in Liverpool "mehr Druck erwartet" hätte. Dies geschah aber erst nach dem 0:1.

Schachner: "Die Austria ist clever"

"Da hat der GAK alles nach vorne geworfen. Wenn wir unsere Konter gezielter genutzt hätten, wären wir nicht mehr unter Druck geraten", sagte Kronsteiner, dessen Gegenspieler Walter Schachner anerkennende Worte für den Bezwinger fand: "Die Austria ist clever, wartet und nützt die Chance wie eine Klapperschlange. Und Rushfeldt steht meistens goldrichtig." Ähnlich lobend über den Norweger äußerte sich auch Austria-Trainer Lars Söndergaard, nach dessen Ansicht es "bei uns nun kontinuierlich aufwärts geht."

Die GAK-Kicker waren verständlicher Weise enttäuscht. "Das war genau die Fortsetzung der Partie in der Südstadt. Der Ball wollte nicht und will nicht ins Tor", ärgerte sich etwa Teamverteidiger Emanuel Pogatetz. Auch andere Internationale wie Matthias Dollinger ("Wir waren 90 Minuten besser. Zur Zeit haben wir viele Chancen, schießen aber wenig Tore"), Gernot Sick ("Ein X wäre gerecht gewesen") und Joachim Standfest ("Austria hat Leute, die Fehler gnadenlos ausnützen") haderten etwas mit dem Schicksal.

GAK nun gegen Litex Lowetsch

Auf internationaler Ebene kann sich der GAK nun im UEFA-Cup gegen Bulgariens Tabellendritten Litex Lowetsch rehabilitieren. Was nach Ansicht von Hannes Weninger, der den Gegner am Wochenende beim 1:1 gegen Slawia Sofia beobachtet hat, nicht leicht werden dürfte. "Litex ist eine Mannschaft, die einen technisch sehr guten und gepflegten Fußball spielt. Wir sollten zu Hause den Grundstein zum Aufstieg legen, denn Litex ist sehr heimstark und arbeitet zu Hause sehr viele Chancen heraus", berichtete der Sportdirektor, der sich für das Heimspiel am Donnerstag viele Zuschauer wünscht: "Wir werden jeden Fan brauchen".(APA)

  • Rushfeldt vollstreckt.

    Rushfeldt vollstreckt.

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