Multiple Sklerose-Studie fortgesetzt: Positiver Effekt von Cannabis bestätigt

3. Dezember 2004, 21:56
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Patienten berichten über eine deutliche Verringerung der Muskelspasmen

Exeter - Dass Cannabis in der Medizin durchaus hohe Erfolgsraten aufweist, ist spätestens nach der Präsentation der neuesten Studie im Rahmen des britischen BA Festival klar. Forscher hatten nämlich die Untersuchung des Wissenschaftsmagazins "The Lancet" fortgesetzt. Dabei ging es um die Linderung von Schmerzen bei Patienten, die an multipler Sklerose leiden. Cannabis entfaltet dabei durchaus wertvolle therapeutische Wirkungen.

Bei der 15-wöchigen Lancet-Studie, die im November 2003 beendet wurde, wurden mehr als 600 MS-Patienten untersucht. Es wurde damals deutlich, dass Cannabis die MS-Symptome verringern kann. Die Studie von damals war den Wissenschaftlern der Peninsula Medical School in Devon allerdings zu wenig genau, denn insbesondere die Ergebnisse, ob Cannabis zu einer Reduktion der Spastizität führte, waren nicht klar belegt. Im Langzeitversuch, der von John Zajicek anschließend weiter geführt wurde, zeigte sich aber ein deutlicheres Bild: dabei konnten die Patienten über eine deutliche Verringerung der Muskelspasmen berichten.

"Wir haben einige sehr interessante Resultate erzielt, die eindeutig darauf hinweisen, dass in der Langzeitanwendung ein positiver Effekt von Cannabis erzielt werden kann", so der Forscher. Bei der Studie von Cannabis-Präparaten handelt es sich um die größte je in Großbritannien durchgeführte. Die Patienten erhielten täglich bis zu 25 Milligramm Cannabis-Extrakt in Pillenform. Das endgültige Studienergebnis wird aber erst in einigen Monaten vorliegen, denn die gesamte Untersuchung soll 52 Wochen dauern. Etwa zwei Drittel der Probanden der Erststudie erklärten sich bereit, erneut mitzumachen. (pte)

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