Allawi schließt Verschiebung der irakischen Wahlen aus

14. September 2004, 20:05
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In einigen umkämpften Städten wird im Jänner möglicherweise nicht gewählt werden können

London - Der irakische Ministerpräsident Iyad Allawi hat eine Verschiebung der für Jänner geplanten Wahlen ausgeschlossen. Es könne zwar sein, dass die Wahlen in einigen umkämpften Städten zunächst nicht stattfinden könnten, sagte er in einem am Montag veröffentlichten Interview mit der britischen Zeitung "The Times". Das bedeute aber nicht, dass deshalb die gesamte Wahl verschoben werde.

"Es gibt Probleme, ja", räumte er ein. "Aber so große Probleme, dass wir keine Wahl abhalten können? Das glaube ich nicht." Die große Mehrheit der Iraker wolle, dass die Wahlen wie geplant stattfänden. Das Ziel sei nach wie vor, dass das ganze Land daran teilnehme. "Falls aber 300.000 Leute aus irgendeinem Grund nicht teilnehmen können, weil Terroristen es so wollen - und die Betonung liegt auf "falls" - dann werden 300.000 Leute 25 Millionen andere nicht davon abhalten zu wählen. Worum es uns geht, ist, den politischen Prozess wirklich in Gang zu bekommen." Einzelne umkämpfte Städte könnten die Wahl möglicherweise später nachholen.(APA/dpa)

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