Zu viele "Lärmarbeiter" verzichten auf Gehörschutz

15. September 2004, 09:22
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Aktion "Angepasster Gehörschutz" der AUVA

Wien - Keine Berufskrankheit verläuft so tückisch wie die Lärmschwerhörigkeit: Wenn sie bemerkt wird, ist es zu spät. Die Baubranche hat mit 68,9 Prozent die niedrigste Gehörschutz-Tragequote und mit 94 Dezibel den höchsten durchschnittlichen Lärmpegel aller Wirtschaftszweige mit Lärmarbeitsplätzen. Rund ein Drittel der berufsbedingt Erkrankten im Bereich der AUVA-Landesstelle Wien leidet an Lärmschwerhörigkeit. Darauf wies die AUVA am Montag hin.

Die Gefahr wird laut AUVA vor allem in Wien, Niederösterreich und im Burgenland unterschätzt: Dort verzichten 30 bis 40 Prozent der gefährdeten Arbeitnehmer auf einen Gehörschutz. Die Tragequoten in den Bauberufen liegen laut AUVA-Erhebungen deutlich darunter - bei 25 Prozent in Wien, knapp 40 Prozent im Burgenland und knapp 50 Prozent in Niederösterreich.

Die von der AUVA-Landesstelle Wien initiierte Aktion "Angepasster Gehörschutz" läuft erfolgreich seit zweieinhalb Jahren. Die Tragequote erreichte 100 Prozent. Bisher wurde die Aktion von zwölf Unternehmen für rund 200 Mitarbeiter genützt. (APA)

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