Lieber tot als ins Heim

14. September 2004, 12:11
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Die Angst, in Pflegeheimen schlecht behandelt zu werden, treibt viele alte Menschen in den Freitod

München - Die Angst, in Pflegeheimen schlecht behandelt zu werden, treibt viele alte Menschen in den Freitod. Das berichtet der Focus unter Berufung auf eine Studie des Instituts für Rechtsmedizin an der Berliner Charité.

Erstmals hätten Wissenschafter die Suizidmotive von Senioren zwischen 65 und 95 Jahren ergründet. In Abschiedsbriefen gaben fast alle Betroffenen direkt oder indirekt an, sie wollten mit einem Suizid ihrer Heimeinweisung zuvorkommen. Sie hatten befürchtet, entmündigt und entrechtet zu werden.

Entscheidendes Motiv war meist Angst vor Hilflosigkeit und unwürdigem Weiterleben. (AFP, DER STANDARD Printausgabe 13.9.2004)

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