Wissen: Risiko bedenken, Kosten erfragen

30. September 2004, 13:45
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Fondsgebundene Lebensversicherungen sind eine Kombination aus Ablebensversicherung und Ansparen in Investmentfonds. Grundsätzlich liegt dabei das Risiko beim Anleger.

Sie entscheiden, wie der Sparanteil der Versicherungsprämie veranlagt wird: Für wenig Risiko wird mehr in Anleihen investiert, für mehr Risiko und ein höheres Ertragspotenzial in Aktien. Bei manchen fondsgebundenen LV wird Fondsmanagement angeboten, bei anderen kann der Kunde die Investmentfonds zur Veranlagung selbst wählen. Gegen Ende der Laufzeit verringert sich zwecks Verlustvermeidung meistens der Aktienanteil durch Ablaufmanagement.

Es gibt Fondspolizzen mit Dachfonds, mit oder ohne Kapitalgarantie zwecks Verlustvermeidung, mit Höchststandsgarantien zur Abfederung oder als Mischform zwischen klassischer und fondsgebundener LV. Fondsgebundene LV sind kapitalertrag- und einkommenssteuerfrei.

Anleger sollten dabei bedenken: je mehr Versicherungsleistungen, desto höher die Kosten, desto geringer die Erträge. Konsumentenschützer raten, sich vor Vertragsabschluss die Kosten genau aufschlüsseln zu lassen. Diese werden außerdem in den ersten Jahren des Versicherungsschutzes verrechnet und reduzieren vorerst die Erträge. Ein früher Ausstieg kann deshalb sehr teuer werden. (naha/ DER STANDARD Printausgabe, 13.09.2004)

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