Allawi: Bisher 3000 Tote bei Angriffen

14. September 2004, 20:05
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12.000 Menschen verletzt - Regierungschef kündigt Verbesserung der Sicherheitslage an

Basra/Bagdad - Bei Anschlägen im Irak sind nach Angaben von Übergangs-Regierungschef Iyad Allawi bisher rund 3000 Menschen getötet und 12.000 verletzt worden. Diese Zahlen präsentierte Allawi am Sonntag bei einem Besuch in der südirakischen Stadt Basra, etwa 550 Kilometer südlich von Bagdad. Allawi ließ offen, auf welchen Zeitraum er sich bezog; vermutlich gelten seine Angaben jedoch für die Zeit nach dem Sturz des früheren irakischen Präsidenten Saddam Hussein im April 2003.

Verbesserung

Der Übergangs-Regierungschef kündigte für den kommenden Monat eine spürbare Verbesserung der Sicherheitslage an. Landesweit würden zwölf Einheiten irakischer Truppen aus Armee und Nationalgarde mit insgesamt rund 7200 Mann stationiert. Die militärischen Kommandanten sollten zudem alle Mittel zur Verfügung bekommen, um Öleinrichtungen schützen zu können.

Allein an diesem Wochenende waren bei einer Serie von Angriffen und Anschlägen mit mindestens fünf Autobomben im Irak weit mehr als 30 Menschen ums Leben gekommen. Im Stadtzentrum von Bagdad starben bei Kämpfen zwischen US-Soldaten und Aufständischen am Sonntag mindestens 13 Menschen, 45 weitere wurden verletzt. In Ramadi 100 Kilometer westlich von Bagdad, griffen die Rebellen an mehreren Stellen US-Verbände an, berichteten Augenzeugen. Nach Angaben von Krankenhausärzten wurden dabei 11 Menschen getötet und 41 verletzt. (APA/dpa)

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