BA-CA strebt Ertragssprung an

21. September 2004, 14:31
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15 Prozent Gewinnwachstum geplant - Polen als Turbomotor

Wien - Die Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) liegt mit ihren Ergebnissen heuer "über Plan". So sprachen BA-CA-Chef Erich Hampel und Aufsichtsratschef Gerhard Randa bei einem Pressegespräch in Wien. Die Bank hatte "exzellente Ergebnisse" im ersten Halbjahr, das werde im zweiten Halbjahr "sicher nicht anders sein", so Randa.

Optimistisch gibt sich Randa, dessen Vorstandsvertrag in der Münchner BA-CA-Mutter HypoVereinsbank (HVB) bis 2006 läuft, auch für die nächsten Jahre: "Zehn bis 15 Prozent jährliches Nettogewinnwachstum sind drin."

Auch im Österreich-Geschäft erwartet er "spätestens übernächstes Jahr, vielleicht 2005", zweistellige Relationen bei der Eigenkapitalverzinsung (ROE, Return on Equity). Aufgefettet durch die Beiträge aus dem Osteuropageschäft sollte die Rendite für den Konzern der BA-CA dann in den nächsten drei bis fünf Jahren "13 bis 15 Prozent netto betragen. Damit spielt man nicht mehr in der Regional-, sondern in der Europaliga mit", so Fußballfan Randa. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr lag der ROE bei 9,4 Prozent.

Osteuropa boomt weiter

Die fettesten Zuwächse erwartet Randa weiterhin von Osteuropa. Die Wirtschaft in Zentral- und Osteuropa (CEE) werde in den kommenden zehn bis 20 Jahren um vier bis fünf Prozent zulegen. Nachdem das Bankgeschäft erfahrungsgemäß doppelt so stark wie das BIP wachse, rechnen die BA-CA-Manager mit einem Plus von neun bis zehn Prozent pro Jahr.

Als kräftigster Antrieb in CEE, besonders für das Kreditgeschäft, gilt Polen. Randa, in einem Anflug von Emotionalität: "Unsere Ergebnisse dort lassen einem das Herz lächeln." Zugeknöpfter gibt sich HVB-Vorstandsmitglied Randa, zum angeknacksten Zustand der BA-CA-Mutter befragt: "Die HVB hat ein ordentliches Programm, ist auf dem Weg." Alles andere möge man doch bitte den Münchner Vorstandssprecher fragen. (gra/DER STANDARD Printausgabe, 13.09.2004)

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