Thailand: Drei Kinder mit Vogelgrippe-Verdacht im Krankenhaus

12. September 2004, 20:10
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WHO besorgter über Vogelgrippe als über Lungenkrankheit Sars - Ausbruch einer Epedemie befürchtet

Bangkok/Peking - Im Osten Thailands sind drei Kinder mit Verdacht auf Vogelgrippe ins Krankenhaus eingeliefert worden. Dabei handele es sich um zwei Brüder im Alter von sechs und acht Jahren sowie um ein achtjähriges Mädchen, sagte der Direktor der Klinik in der Provinz Prachin Buri, Chokchai Manadee, der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag.

Ein erster Test bei dem ältesten Buben sei positiv ausgefallen. Um sicherzugehen, seien jedoch ausführlichere Untersuchungen nötig. Die Familien der am Samstag eingelieferten Kinder hätten Hühner gehalten, die fast alle kürzlich verendet seien.

18-Jähriger gestorben

Das Gesundheitsministerium kündigte eine sorgfältige Untersuchungen der neuen Verdachtsfälle an. Thailand steht in der Kritik, nicht genug zur Eindämmung der Vogelgrippe zu tun. Bereits am Freitag war in Bangkok ein dreijähriger Bub mit Vogelgrippe-Symptomen ins Krankenhaus gekommen. Am Mittwoch starb ein 18-Jähriger, der Kampfhähne züchtete, in der Provinz Prachin Buri. Damit stieg die Zahl der in diesem Jahr in Asien an der Vogelgrippe Gestorbenen auf 28.

WHO befürchtet Ausbruch einer Epedemie

Der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereitet die Vogelgrippe nach Meldungen der staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua mehr Sorgen als die gefährliche Lungenkrankheit Sars. Xinhua zitierte den WHO-Direktor für die Westpazifikregion, Shigeru Omi, mit den Worten, die Vogelgrippe breite sich stärker aus als ursprünglich angenommen. Die WHO befürchte den Ausbruch einer Epidemie, falls keine wirksamen Gegenmaßnahmen ergriffen würden. Die asiatischen Länder müssten ihr System zur Meldung von Krankheitsfällen verbessern, um ein Überspringen des Virus von Tieren auf Menschen zu verhindern, forderte Omi. (APA)

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