Bangladesch: Weltbank-Landesdirektorin flüchtet nach Morddrohungen

14. September 2004, 21:25
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US-Amerikanerin von moslemischen Extremisten vertrieben

Dhaka - Die Landesdirektorin der Weltbank in Bangladesch, Christine Wallich, hat das Land nach Morddrohungen mutmaßlicher moslemischer Extremisten verlassen. Der Finanzminister Bangladeschs, M. Saifur Rahman, sagte nach Medienberichten vom Sonntag, Wallich habe sich trotz der Schutzmaßnahmen der Behörden bedroht gefühlt. Er hoffe, die Landesdirektorin werde bald nach Dhaka zurückkehren.

Die Zeitung "Bangladesh Observer" berichtete, die Landesdirektorin sei am vergangenen Dienstag plötzlich und unangekündigt nach Washington ausgereist. Anrufer hätten sie zuvor mit dem Tod bedroht. Die US-Amerikanerin hatte den Posten in dem moslemischen Land am 1. Juli 2003 übernommen.

Bei einem Bombenanschlag auf eine Massenkundgebung der oppositionellen Awami-Liga waren vor rund drei Wochen mindestens 21 Menschen getötet und 300 verletzt worden. Für die Tat waren Islamisten verantwortlich gemacht worden. Bei einem Bombenanschlag im Mai war der britische Botschafter in Bangladesch, Anwar Choudhury, verletzt worden. (APA/dpa)

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