Calmy-Rey fordert Handlungen der internationalen Gemeinschaft

13. September 2004, 17:34
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Die Schweiz will im Tschetschenien­konflikt jedoch nicht vermitteln

Bern - Die Menschenrechtslage in Tschetschenien hat sich nach Einschätzung der Schweizer Außenministerin Micheline Calmy-Rey verschlechtert. Dies rechtfertige ein Engagement der internationalen Gemeinschaft. Eine Schweizer Vermittlertätigkeit sei dagegen zur Zeit kein Thema, sagte Calmy-Rey in einem Interview mit der Westschweizer Sonntagszeitung "Le Matin dimanche": Die beiden Konfliktparteien hätten keinen entsprechenden Wunsch geäußert.

Eine Vermittlung habe aber nur eine Erfolgschance, wenn beide Konfliktparteien die Tätigkeit einer Drittpartei wünschten, unterstrich Calmy-Rey. Russland habe sich immer wieder eine "ausländische Einmischung" in den Konflikt um die abtrünnige Kaukasus-Republik verbeten. (APA/sda)

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