BA-CA und ihre Stiftungen für Beteiligung nicht zu haben

19. September 2004, 19:11
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"No way" - Als Großkreditgeber aber "schon sehr an Kapitalerhöhung interessiert"

Wien - Beim oberösterreichischen Technologiekonzern VA Tech geht es in diesen Wochen um die dringend erforderliche Kapitalerhöhung. Auch die Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) als einer der größten Kreditgeber der VA Tech stellt klar: "Die Banken sind schon sehr an einer Kapitalerhöhung interessiert." Dass die Bank Austria Creditanstalt selber oder über ihr nahe stehende Stiftungen Aktien zeichnet und so selber zum Kernaktionär würde, schließen Vorstand und Aufsichtsrat der Großbank aber aus.

ÖIAG setzt auf "österreichische Investorengruppen"

Wie berichtet will die Staatsholding ÖIAG jetzt bei der VA Tech-Kapitalerhöhung mitziehen und so als österreichischer "Kernaktionär" drin bleiben. Der Privatisierungsauftrag spricht darüber hinaus auch generell von der Schaffung von "Kernaktionärsstrukturen durch Syndikate mit industriellen Partnern, Banken, Versicherungen, Pensionskassen, Vorsorgekassen, Fonds etc." ÖIAG-Vorstand Peter Michaelis bekräftigte zuletzt, dass die ÖIAG aussteigen würde, wenn "die richtige Gruppe" gefunden sei. Er setzt dazu auf "österreichische Investorengruppen".

"No way"

Die Bank Austria Creditanstalt als größte Bank in Österreich ist als Bankinstitut für den Erwerb eines VA Tech-Aktienpakets nicht zu haben: "No way", sagt BA-CA-Aufsichtsratschef Gerhard Randa. Die Bank hatte sich in den letzten Jahren aus Industriebeteiligungen durch Verkauf bzw. Auslagerung in Stiftungen zurück gezogen.

Und auch die B & C Holding, die als Tochter der B & C Stiftung der Bank Austria Creditanstalt nahe steht, kommt für ein VA Tech-Paket nicht in Frage: Laut Stiftungsvorstand Randa wird die B&C zwar "im Laufe der Jahre Unternehmensbeteiligungen zukaufen, aber VA Tech ist eine Größenordnung, die für B&C nicht passt", wie er vor Journalisten fest hielt.

"Ich schließe nicht aus, dass B&C an die Börse geht", sagte Randa weiters, wobei dies aber nicht in den nächsten zwei bis drei Jahren der Fall sein werde.

Zum Portfolio der B&C Holding gehören neben Tourismus- und Handelsbetrieben vor allem Beteiligungen an Bau- und Industriefirmen, die zum Teil börsenotiert sind (Lenzing, Semperit AG Holding, Porr). (APA)

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